Pfannenberg baut Prozesskühlungs-Portfolio aus

Rückkühl­anlagen der Serien EB 2.0 und EB XT bringen eine neue Dimension von Effizienz, Wartungsarmut und Kompaktheit in die Prozesskühlung

Hamburg, 2. Mai 2016. Elektrotechnik-Spezialist Pfannenberg hat sein Portfolio an Prozesskühlungslösungen um die Rückkühl­anlagen der Serien EB 2.0 und EB XT erweitert. Während die Serie 2.0 mit Kühlleistungen von 3,2 bis 16 kW eine Weiterentwicklung der bestehenden EB-Reihe ist, stellt die Serie XT mit Kühlleistungen von 36 bis 150 kW eine komplette Neuentwicklung für anspruchsvolle Anwendungen dar. Was beide Rückkühler-Serien gemein haben, sind die hohe Energieeffizienz, die Servicefreundlichkeit und die kompakte Bauweise. Anwender profitieren von geringeren Energie- und Betriebskosten, platzsparendem Aufbau, hoher Zuverlässigkeit und langer Lebensdauer.

Extrem cool

Die Serie EB XT erreicht in neun Gerätevarianten und drei Baugrößen hohe Kühlleistungen bis 150 kW – ein neuer Bestwert innerhalb des Rückkühler-Portfolios von Pfannenberg. Der Einsatz von Microchannel-Wärmetauschern als Verflüssiger führt zu einer besonders effizienten, kompakten und korrosionsbeständigen Lösung. Der Verflüssiger benötigt 50 % weniger Einbauraum als vergleichbare Röhren- oder Lamellen-Kondensatoren. Außerdem kommt er mit etwa der Hälfte an Kühlflüssigkeit aus und ist um ca. 60 % leichter. Ein elektronisch gesteuertes Expansionsventil ermöglicht eine präzise Druckregelung in den Grenzleistungsbereichen sowie eine höhere Effizienz aufgrund optimierter Verdampfungseigenschaften. Im Standard ist die Außenaufstellung möglich, ohne dem Gerät zusätzlich Komponenten hinzufügen zu müssen. Das ermöglicht einen flexiblen Einsatz beim Kunden in oder außerhalb der Werkshalle.

Betriebskosten sinken

Die Nutzung elektronisch kommutierter Motoren (EC-Motoren) und drehzahlgeregelter Lüfter senken den Energieverbrauch der XT-Rückkühl­anlagen deutlich. Der verwendete Scroll-Verdichter reduziert außerdem den Energieverbrauch signifikant gegenüber vergleichbaren Kolbenverdichtern und verringert gleichzeitig den Schalldruckpegel. Der Wirkungsgrad wird durch den Einsatz des hocheffizienten Kältemittels R410A zusätzlich gesteigert. Insgesamt sinken die Energie- bzw. Betriebskosten durch den Einsatz von drehzahlgeregelten Lüftern, elektronisch gesteuerten Expansionsventilen und Scrollverdichtern um rund 20 %.

Präzise Steuerung

Die Rückkühl­anlagen der Serie EB XT sind mit moderner Steuerungstechnik und Sensorik ausgestattet. Über eine frontseitige digitale Anzeige lassen sich Temperatur, Druck, Füllstand und Statuswerte überwachen und regeln. Die Ausgabe von Informationen erfolgt über eine Klartextausgabe am Controller. Anwender können via USB oder Internet einfach Softwareupdates durchführen. Die Rückkühl­anlagen sind in der Lage, über alle gängigen Feldbus-Protokolle zu kommunizieren. Zahlreiche Standard-Optionen ermöglichen die anwendungsspezifische Anpassung der XT-Geräte, sodass diese für eine große Bandbreite an Anwendungen eingesetzt werden können.

Wasserkühlung als System

Durch die Kombination von Rückkühl­anlagen der EB-Serien mit Wärmetauschern von Pfannenberg entstehen Systemlösungen, mit denen sich alle Kühlaufgaben an einer Anlage, einer Maschine oder einem Schaltschrank über ein geschlossenes Rohrleitungssystem einfach und wirtschaftlich lösen lassen.

„Prozesskühlung ist ein Wachstumsmarkt, den wir durch die Portfolioerweiterung in seiner ganzen Breite und Vielfältigkeit bedienen können“, erklärt Vincent von Wieding, Business Development Manager Rückkühl­anlagen. „Wir beobachten in der Prozesskühlung einen wachsenden Trend hin zu Systemlösungen. Unsere Lösung in diesem Bereich sieht so aus, dass wir anwendungsspezifische Rückkühl­anlagen mit Luft-/Wasser-Wärmetauschern kombinieren. Dieser Ansatz eignet sich besonders für Anwendungen, wo Verlustleistung nicht in den Umgebungsraum gelangen darf, aggressive Umgebungsluft den Einsatz herkömmlicher Kühlgeräte einschränkt, ein sehr hoher IP-Schutz nötig ist oder wartungsfreie Geräte erforderlich sind. Im Bereich Prozesskühlung ist Pfannenberg der einzige Hersteller, der neben den Kühlgeräten auch die entsprechende Beratung, anwendungsspezifische Auslegung, Installation und Wartung anbietet.“

Prozesskühlung der nächsten Generation

Außerdem ergänzen die weiterentwickelten Rückkühl­anlagen der EB-Serie 2.0 das Prozesskühlungsportfolio. Diese decken in zwei Baugrößen Leistungen von 3,2 bis 9,5 kW und 14 bis 16 kW ab. Die Rückkühl­anlagen EB 2.0 bieten dank überarbeitetem Design und hochwertiger Komponenten maximale Effizienz ohne Leistungseinbußen gemäß ErP-Richtlinie 2009/125/EG. Fünf Standardkonfigurationen und bis zu 30 Erweiterungsoptionen ermöglichen die optimale Anpassung an nahezu jede Anwendung.

Das neue Metall-Gehäuse macht die Rückkühl­anlagen EB 2.0 widerstandsfähiger und sorgt dafür, dass sich diese besser in das Maschinendesign der Anwender einbinden lassen. Der integrierte Microchannel-Verflüssiger reduziert außerdem die Menge an benötigtem Kältemittel und der veränderte Innenaufbau verbessert die Zugänglichkeit für das Servicepersonal. Ein zusätzlicher Luftfilter verlängert die Wartungsintervalle.

Die EB 2.0-Geräte können bei Umgebungstemperaturen von –20 °C bis +45 °C eingesetzt werden. Aufgrund der hohen Regelgenauigkeit von bis zu ±0,1 K bei unterschiedlichen Kühlanforderungen eignen sich die Rückkühler der EB-Serie für anspruchsvollste Anwendungen, unter anderem in der Automobilindustrie, im Werkzeugmaschinenbau, in der Verpackungsindustrie und in Laserschneidemaschinen.  

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