SPS IPC Drives 2015: Auf dem Weg in Richtung Industrie 4.0

Innovative Schaltschrankklimatisierung mit Cloud-basierter Fernüberwachung

Hamburg, 15. Oktober 2015. Elektrotechnik-Spezialist Pfannenberg präsentiert auf der diesjährigen SPS IPC Drives in Nürnberg anhand eines Messemodells erstmals eine Schaltschrank-Klimatisierungslösung mit Fernüberwachung auf Cloud-Basis. Die Kommunikation erfolgt dabei über ein kompaktes Gerät mit integrierter SIM-Karte, das relevante Daten der angeschlossenen Kühlgeräte via Modbus empfängt und diese über eine sichere Mobilfunk-Verbindung an die Cloud überträgt, ohne dass ein Eingriff in die IT des Unternehmens erforderlich wäre. Das in Kooperation mit der Telekom Deutschland GmbH entwickelte System ermöglicht es Anwendern oder Anlagen, live und ortsunabhängig Zustands-, Diagnose- und Alarmzustände der Kühlgeräte über einen Webbrowser abzurufen bzw. die Daten direkt in ihre Anwendungen zu integrieren. Vom 24. bis 26. November können sich Interessierte das Messemodell in Halle 5, Stand 339 ansehen und sich im Gespräch mit den Experten von Pfannenberg über Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten dieser neuen Schaltschrank-Klimatisierungslösung informieren.

„Der Smart Factory gehört die Zukunft. Als innovativer Mittelständler mit über 190 Patenten weltweit ist es selbstverständlich für uns, dass wir unsere Klimatisierungslösungen fit machen für die vernetzte Produktion“, erklärt Andreas Pfannenberg, Geschäftsführer der Pfannenberg Group Holding. „Mit dem Premium Controller der neuesten Generation sind unsere Kühlgeräte in der Lage, eine Vielzahl relevanter Daten bereitzustellen. Mithilfe der Cloud-Lösung erhalten die zuständigen Mitarbeiter in der Produktionsleitung, im Service und in der Instandhaltung oder auch übergeordnete Überwachungssysteme frühzeitig und ortsunabhängig Auskunft über mögliche Störungen oder einen drohenden Ausfall. Das gibt ihnen die Möglichkeit, zeitnah zu reagieren, bevor der Ernstfall eintritt, was zu einer erhöhten Maschinenverfügbarkeit beiträgt.“

Schaltschrankklimatisierung der Zukunft

Das besagte Messemodell besteht aus einem Zweikammer-Schaltschrank mit einem teilversenkten DTI-Kühlgerät an der einen und einem ebenfalls teilversenkten Luft-/Wasser-Wärmetauscher der Serie PWI an der anderen Seite, beide jeweils mit einem Premium Controller ausgestattet. In jedem der beiden Schaltschränke befinden sich drei Heizungen, die von außen mit Schaltern an der Tür einzeln zuschaltbar sind, um eine Wärmelast zu simulieren. Wie das Kühlgerät auf thermische Veränderungen oder das Öffnen der Schaltschranktür reagiert, wird live aus der Cloud auf einem externen Bildschirm angezeigt.

Neue anwendungsspezifische Rückkühl­anlagen

Ein weiteres Highlight am Stand sind die weiterentwickelten energieeffizienten Rückkühl­anlagen der EB-Serie 2.0. Durch eine Überarbeitung der Baugrößen decken diese nun Leistungen von 3,2 bis 9,5 kW und 14 bis 16 kW ab. Das neue Design mit einem Gehäuse komplett aus Metall sorgt dafür, dass sich die Rückkühl­anlagen besser in das Maschinendesign der Anwender integrieren lassen. Dank eines integrierten Microchannel-Verflüssigers reduziert sich außerdem die Menge an benötigtem Kältemittel und der veränderte Innenaufbau verbessert die Zugänglichkeit für das Servicepersonal. Zusätzlich bietet Pfannenberg seinen Kunden an, anwendungsspezifische Rückkühl­anlagen direkt vor Ort auszulegen.

Dachaufbau-Kühlgeräte: mehr Platz, weniger Kosten

Im Bereich Schaltschrankklimatisierung liegt der Fokus der Messepräsenz auf dem Dachaufbaukühlgerät DTT der neuesten Generation, das sich platzsparend auf allen gängigen Schaltschränken positionieren lässt. Durch die Positionierung auf dem Dach der Schaltschränke wird an anderer Stelle wertvolle Stellfläche frei und enge Räume lassen sich besser ausnutzen. Somit eigenen sich die DTT-Kühlgeräte besonders für Anwendungen, wo Platzmangel herrscht oder Fluchtwege und Produktionsstraßen freigehalten werden müssen. Darüber hinaus bieten sie einen 100-prozentigen Kondensat-Schutz und überzeugen im Betrieb durch eine optimierte Energieeffizienz sowie eine effektive Kühlung des gesamten Schaltschrankinnenraums.

Außerdem am Stand im Einsatz ist das kompakte, energieeffiziente Heizgebläse der Serie PFH-T mit verstellbarem Thermostat, das sich durch ein großes Leistungs-Volumen-Verhältnis – Heizleistung von 200 bis 1.200 W in nur einer Gehäusegröße – auszeichnet.

Maximaler Signalisierungsbereich

Um größtmögliche Sicherheit zu erzielen, müssen optische und akustische Signalgeber die Menschen vor Ort in jedem Winkel eines Raumes zuverlässig erreichen. Entscheidend bei der Planung der Alarmierungstechnik ist daher nicht nur der einzelne dB- oder Leuchtkraft-Wert, sondern vielmehr die genaue Kenntnis des durch das Signalgerät tatsächlich abgedeckten Signalisierungsbereichs.

So sind die die Blitzleuchten der PYRA-Serie für Deckenhöhen von bis zu 13,5 m geeignet. Der pyramidenförmige Blitzschallgeber PYRA-MA wurde in diesem Jahr zudem mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Pfannenberg präsentiert leistungsstarke Signalisierungslösungen, durch die sich für den Anwender die Anzahl benötigter Signalgeber deutlich reduziert.

Planungssicherheit bei der Brandalarmierung

Außerdem zeigt Pfannenberg die akustischen Signalgeber zur Brandalarmierung der Patrol-Serie, die den Anforderungen der EN 54-3 und der Vorgaben der Prüfstelle Vertrauen durch Sicherheit (VdS) entsprechen. Auf diese Weise erleichtern diese Signalgeber Architekten und Planern die Projektierung und gewährleisten eine reibungslose Abnahme der Brandmeldeanlage. Darüber hinaus präsentiert Pfannenberg seine Lösungen im Bereich der funktionalen Sicherheit von Industrieanlagen.

Risikominimierung im Anlagen- und Maschinenbetrieb

Mit den SIL/PL-konformen Schallgebern der DS-Reihe oder Blitzleuchten der Quadro- und PMF-Serien können Anlagenbetreiber eine normgerechte Alarmierung nach der kürzlich novellierten EU-Richtlinie Seveso III sicherstellen. Diese verpflichtet Anwender dazu, Vorkehrungen zur Verhinderung von Störfällen zu treffen und die Betriebsbereiche mit ausreichenden Warn-, Alarm- und Sicherheitseinrichtungen auszurüsten.

Für Sicherheit im Maschinenpark sorgt beispielsweise auch die modulare Signalsäule BR 50, die überall dort zum Einsatz kommt, wo Maschinenstände angezeigt und Warnsignale gegeben werden müssen. Dank des robusten Gehäuses in Schutzart IP 54 (bzw. optional IP 65) lässt sich diese sowohl im Innen- als auch im Außenbereich und in rauer Umgebung verwenden. Das flexible Baukastenprinzip ermöglicht es Anwendern, sich die Signalsäule aus bis zu fünf Modulen und sechs Haubenfarben individuell zusammenzustellen.

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