Wirtschaft mit i-Tüpfelchen: Auszeichnungen für NAT-Schule und Unternehmen

Pfannenberg fördert qualifizierten Nachwuchs

Hamburg, 18. September 2013. Räume machen Förderkreise – und Eindruck allemal. Jedenfalls flüstern die vier Lohbrügge-Gymnasiasten auf roten Samtteppichen und fragen höflich an, ob sie Fotos im Treppenhaus der Bürgerschaft und vom Tagungszimmer des Senats machen dürfen. Ja, signalisiert der begleitende Referent seine Zustimmung. Gleich wird er die Schüler und ihre Lehrerin in den ehrwürdigen Phönixsaal des Hamburger Rathauses bitten. Da wo sich auch schon mal Brautpaare das Ja-Wort geben, sind die Abiturienten selbst Objekt einer Kamera: Ihre Schule und die kooperierende Pfannenberg GmbH in Allermöhe werden von dem Förderkreis der Initiative NAT ausgezeichnet. Überreicht werden die Urkunden von Wirtschaftssenator Frank Horch.

Prima Klima

„Die intensive Beschäftigung mit einer Aufgabe bietet Schülern Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Klimatechnik. In der Zusammenarbeit sind der Anwendungsbezug und die konkrete Berufsorientierung hervorzuheben“, liest Horch aus der Begründung vor. Alexander lobt vor allem die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren. „Das war wirklich unglaublich“, erzählt der Zwölftklässler von seinem Klimatechnik-Projekt im letzten Semester. „Wir hatten stets Ansprechpartner, konnten zu jeder Tageszeit E-Mails schreiben, uns wurden alle Fragen beantwortet. Das hat mich selbst überrascht.“

Meilensteine für den Nachwuchs

Konsequenterweise zeichnet Horch im zweiten Schritt denn auch die Schule selbst aus, und lobt das Engagement für das Profil „Natur und Technik“ und den anschaulichen Unterricht. Für Pfannenberg-Technikvorstand Peter Obermann ist das ein Beitrag, um den Industriestandort Deutschland zu erhalten. „Ich begrüße Sie demnächst gerne wieder im Hause Pfannenberg und nutzen Sie uns, um das umzusetzen, was die Initiative NAT von uns erwartet“, wendet sich Obermann an den Schulleiter Michael Koops, Physiklehrerin Vera Borchert und die vier Schüler.

Horch, was da noch kommt

Als weiteres ausgezeichnetes NAT-Kooperationsunternehmen überreicht Senator Horch eine Urkunde an die Vertreter von NXP Semiconductors. Das Unternehmen schule nicht nur die Lehrer und binde die Schüler in aktuelle Projekte ein. „Zudem stellt es elektronische Bauteile zur Verfügung, mit denen die Schüler erste Erfahrungen in der Mikroelektronik machen und ihre praktischen Fertigkeiten erproben können.“ Ein Projekt, für das NXP sein Know-how und seine Technologie aktuell zur Verfügung stellt, ist die Programmierung eines Java-Moduls am Gymnasium Rahlstedt. Analog zu Notrufsystemen mit Crash-Sensor, die ab 2014 Pflicht bei Neuwagen werden, programmieren Oberstufenschüler mit Unterstützung von NXP ein Tracking-System.

Der Ruf der Hartnäckigkeit

Für Frank Horch sind solche innovativen Initiativen das i-Tüpfelchen der Zukunftssicherung: „Ich habe großen Wert darauf gelegt, dass wir nicht nur Wirtschafts- und Verkehrsbehörde sind, sondern auch das I im Namen tragen, das für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland steht“, so der Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Um auch die NAT selbst für die Zukunft nachhaltig fit zu machen, hat der Förderkreis einen neuen Vorsitzenden gewählt. Es ist der Ingenieur, NAT-Gründer und Stifter Helmut Meyer. „Ich stehe ja in dem Ruf, hartnäckig zu sein. Das gilt auch, wenn es darum geht, potenzielle Förderer zu finden.“ Die langjährige Unterstützung der Initiative durch den Senator dürfte die Aufgabe erheblich erleichtern, so die Hoffnung des agilen neuen Vorsitzenden.

[Copyright Initiative NAT / Fotografin Claudia Höhne]